Verdummende Verhältnisse und gewalttätige Irrtümer

Michael R. Krätke über den Zeitgenossen Karl Marx und zur Kritik der politischen Ökonomie heute

Rezension von: Michael R. Krätke: Kritik der politischen Ökonomie heute. Zeitgenosse Marx. VSA-Verlag, 248 S., br., 19,80 €.

 

Zuerst veröffentlicht am 19. Januar 2018 in der Tageszeitung neues deutschland
Ebenfalls veröffentlicht auf der Homepage marx200

Sein 200. Geburtstag am 5. Mai sorgt für eine Fülle an neuen oder neu aufgelegten Publikationen. Einer der profiliertesten Kenner des Werkes von Marx und Engels im deutschsprachigen Raum ist Michael R. Krätke. Der Professor für Politische Ökonomie an der Universität Lancaster widmet sich in seinem neuen Buch der Aktualität

Rezension von: K. Olectiv: „Die letzten Tage von“ und „Werner Scholem. Eine politische Biografie“

K. Olectiv: Die letzten Tage von …: Recherchen zum kollektiven Fortsetzungsroman in der „Roten Fahne“ von Emanuel Bruck und Jürgen Kuczynski. Hrsg. Von Gaston Isoz und Thomas Möbius. Edition disadorno, Berlin 2015, 208 S., ISBN 978-3-94195-905-7
Ralf Hoffrogge: Werner Scholem. Eine politische Biografie (1895–1940), UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz und München 2014, 495 S., ISBN 978-3-86764-505-8

erschienen in: Mitteilungen des Förderkreises Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Heft 52 (September 2017), S. 69 f.

Vor nicht langer Zeit erschienen zwei Bücher mit Bezug zur KPD-Zeitung „Rote Fahne“: Ralf Hoffrogges Dissertation über Werner Scholem und der von Gaston Isoz …

Rezension von: Ulrich Mählert (Hg.): Die DDR als Chance. Neue Perspektiven auf ein altes Thema

Ulrich Mählert (Hg.): Die DDR als Chance. Neue Perspektiven auf ein altes Thema. Berlin: Metropol-Verlag 2016, 220 Seiten.

erschienen in: Berliner Debatte Initial 27 (2016) 4, S. 131–134

Auszug:
Die DDR-Aufarbeitung wird von gut finanzierten staatlichen oder staatsnahen Instituten dominiert, die starken Einfluss auf Themenset- zungen, die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und Publikationen haben. Leicht kann aus einer solchen Dominanzstellung heraus ein Tunnelblick entstehen, der Ignoranz gegenüber Forschungsergebnissen außerhalb der eigenen Strukturen nach sich zieht. Zugleich geht damit die Gefahr einer inhaltlichen Verengung einher, die sich in einer Schrumpfung des Themenspektrums zeigen kann. Daran krankt auch die DDR-Aufarbeitung, so

Rezension von: Ines Weber: Sozialismus in der DDR. Alternative Gesellschaftskonzepte von Robert Havemann und Rudolf Bahro

Ines Weber: Sozialismus in der DDR. Alternative Gesellschaftskonzepte von Robert Havemann und Rudolf Bahro, Links. Berlin 2015, 344 S., ISBN: 978-3-86153-861-5

erschienen in: Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien, 1/2017, S. 209–2011

Auszug: 
Der Titel des Buches „Sozialismus in der DDR“ klingt wie eine Selbstverständlichkeit, legitimierte sich das Land doch qua Artikel 1 seiner Verfassung als „sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern“. Die Staatspartei nannte sich gleichfalls „sozialistisch“, und selbst westliche Gegner bezeichneten die DDR so – wenn auch pejorativ gemeint. „Sozialismus in der DDR“ scheint also ähnlich aussagekräftig zu sein wie „Demokratie in der Bundesrepublik“. …

Auch in der DDR rumorte es, aber …

Das Krisenjahr 1956 im Blick der Staatssicherheit – eine Dokumentenedition

Rezension von: Die DDR im Blick der Stasi 1956. Die geheimen Berichte an die SED-Führung. Vandenhoeck & Ruprecht, Berlin 2016. 320 S., geb., 30 Euro.

Zuerst veröffentlicht in: neues deutschland vom 02.12.2016

Das Jahr 1956 wird als Krisenjahr des Kommunismus bezeichnet. Es bildete den Abschluss einer Phase der Unsicherheit und Instabilität, die mit Stalins Tod begann und drei Jahre währte. Vor 50 Jahren kulminierten die Entwicklungen in mehreren Ländern des sowjetischen Machtblocks. Die mit dem XX. Parteitag der KPdSU im Februar eingeleitete Entstalinisierung führte zu einer Schwächung diverser kommunistischer Parteien. …