Sur le rapport entre écologie et marxisme en RDA

Dans Actuel Marx 2023/2 (n° 74), pages 71 à 88
Traduit de l’allemand par Jean Quétier

Après le rapport du « Club de Rome », le débat écologique a acquis une très grande audience à l’Ouest. Les « limites de la croissance » étaient discutées publiquement dans de nombreux ouvrages à succès et faisaient l’objet de débats dans le champ politique, culturel, économique et social. Un mouvement environnemental s’est constitué qui, par la suite, a donné naissance aux partis verts. En RDA, en revanche, la croissance n’a pas fait l’objet de discussions à cette époque. Le parti-État qu’était le …

Alexander Amberger/Andreas Heyer: Dystopien in der DDR? Die Gesellschaftskritiker Robert Havemann, Gert Prokop und Wolfgang Harich

Erschienen in: Peter Seyferth (Hg.): Dystopie und Staat, Reihe Staatsverständnisse (Band 168), Nomos Verlag, Baden-Baden 2023, ISBN 978-3-8487-7765-5, 74 €, S.245-266

LESEPROBE:

1) Einleitung
Es gibt verschiedene Arten, auf Krisen zu reagieren. Die positive Utopie nimmt von hier in ihrer neuzeitlichen Variante seit dem „Prototypen der gesamten Gattung“, der Utopia von Thomas Morus (1516), ihren Ausgang.(1) Seit der Epoche der Aufklärung trat diesem Denken eine gewichtige Utopiekritik zur Seite (von Defoe bis Swift, von Rousseau bis Diderot), die sich spätestens um 1900 wirkungsmächtig artikulierte und sich dabei der zentralen Prämisse der Utopie bediente: Dass der Hier und Jetzt handelnde …

Post-growth Utopias from the GDR

The Ecosocialist Alternatives of SED Critics Wolfgang Harich, Rudolf Bahro, and Robert Havemann from the 1970s

in: Contradictions. A Journal for Critical Thought, Volume 5 number 2 (2021)

On November 9, 1989, the Berlin Wall fell, and less than a year later the GDR was his­tory – and with it almost all the Central and Eastern European “people’s democracies,” including the Soviet Union. A social system that had been founded on noble ideals but in reality not only failed to live up to those ideals but in some cases turned them into their opposites, was bankrupt. With it, the utopian …

Mit Gert Prokop zum »Olymp – Hauptbahnhof« Über ein Relikt des dystopischen Kapitalismus im 27. Jahrhundert

Dieser Essay wurde im Rahmen des Projekts Calculating Control komissioniert und erschien zuerst am 4.8.2021 auf der Website des Zentrums für Netzkunst Berlin.

»Man hockt in seinen vier Wänden, braucht sich überhaupt nicht mehr vom Fleck zu rühren: Geschäfte und Einkauf, Börse und Arbeitsmarkt, schon ein Großteil der Arbeit selbst, Informationen, Bildung, Entspannung, alles via Bildschirm, sogar Sex und Partnervermittlung. Irgendwann hört man auf, die anderen wenigstens noch per Communicator zu besuchen, und lebt mit den Welten, die die Videowände so bereitwillig ins Haus senden.«1
So beschrieb Gert Prokop vor vierzig Jahren die Zukunft am Ende des 21. Jahrhunderts. Es …

Endzeit-Futurismus

Zuerst erschienen am 24.06.2021 auf Jacobin.de

Gert Prokop zählte zu den beliebtesten Sci-Fi-Autoren der DDR. Heute ist sein Werk weitgehend in Vergessenheit geraten. Dabei ist seine dystopische Vision des Spätkapitalismus erschreckend aktuell.

Science Fiction aus der DDR ist zweifelsfrei nerdig. Während im Westen die Raumpatrouille Orion und das Raumschiff Enterprise ferne Welten entdeckten, Star Wars die Kino- und Merchandise-Kassen klingeln ließ, Mad Max und der Terminator Zukunftsängste personifizierten und Perry Rhodan die Bahnhofsbuchhandlungen füllte, träumte man im Osten von der kommunistischen Zukunft. Könnte man meinen.

Doch ganz so monoton war es in der ostdeutschen Phantastik dann doch nicht. Ziemlich genau …