Auch in der DDR rumorte es, aber …

Das Krisenjahr 1956 im Blick der Staatssicherheit – eine Dokumentenedition

Rezension von: Die DDR im Blick der Stasi 1956. Die geheimen Berichte an die SED-Führung. Vandenhoeck & Ruprecht, Berlin 2016. 320 S., geb., 30 Euro.

Zuerst veröffentlicht in: neues deutschland vom 02.12.2016

Das Jahr 1956 wird als Krisenjahr des Kommunismus bezeichnet. Es bildete den Abschluss einer Phase der Unsicherheit und Instabilität, die mit Stalins Tod begann und drei Jahre währte. Vor 50 Jahren kulminierten die Entwicklungen in mehreren Ländern des sowjetischen Machtblocks. Die mit dem XX. Parteitag der KPdSU im Februar eingeleitete Entstalinisierung führte zu einer Schwächung diverser kommunistischer Parteien. …

Beitrag zu 25 Jahre Förderkreis Archive und Bibliotheken …

In: Rainer Holze und Birgid Leske (Hrsg.): Festschrift 25 Jahre Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung 1991‒2016, S. 58 f.

Als ich 2011 als Mitarbeiter bei der „Hellen Panke“ anfing, fiel mir dort schon bald ein Exemplar der „Mitteilungen“ in die Hände. Bis dato kannte ich weder das Heft noch den Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung näher. Da Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung und der Aus- tausch über aktuelle wissenschaftliche Entdeckungen mein Interesse weckten, las ich in die Broschüre hinein. Das Heft wird bei der „Hellen Panke“ produziert, weshalb sich dort die vorangegangenen Ausgaben …

Ideologie statt Utopie

Alexander Amberger über die realsozialistische Perspektivlosigkeit der SED

Zuerst veröffentlicht in der Sonderbeilage Utopie der Tageszeitung neues deutschland vom 24.12.2015

Unter Konservativen werden Sozialismus, Utopie und Totalitarismus häufig gleichgesetzt. Was nicht der »marktkonformen Demokratie« entspricht, gilt als Teufelszeug. Beispielhaft sind die Äußerungen Joachim Fests … 

Der Artikel kann nur mit einem Online-Abo des ND gelesen werden.

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Dissident und Suchender

Am 18. November wäre Rudolf Bahro 80 Jahre alt geworden.

Zuerst veröffentlicht in: LINKS!, Ausgabe 11/2015

Der ehemalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf hatte ein Faible für ökologische Fragen und alternative Gesellschaftsmodelle. In seiner Tagespolitik war davon zwar wenig zu spüren, er theoretisierte jedoch gern darüber und unterstützte sogar praxisphilosophische Versuchslabore. So half Biedenkopf 1993 dem Philosophen Rudolf Bahro bei der Gründung des „Lebens-Gutes Pommritz“ in Sachsen, nachdem dieser ihn 1991 zu einer Veranstaltung nach Berlin eingeladen hatte. Das Thema von Biedenkopfs Vortrag lautete damals: „Eine Wirtschaftsordnung für GAIA – Plan und Markt vor der Belastungsgrenze des Planeten“.
Bahro hatte zu …