Die unbequemen Überlegungen des vor 20 Jahren verstorbenen Wolfgang Harich
Zuerst erschienen in: neues deutschland vom 14./15.03.2015
Im Jahr 1956 wurde der Marxist Wolfgang Harich zusammen mit einigen Kollegen aus dem Aufbau-Verlag und der Redaktion des „Sonntag“ verhaftet. Sie hatten die Absetzung Walter Ulbrichts und eine Entstalinisierung der DDR angestrebt. Für Harich, den intellektuellen Kopf dieses Verschwörerkreises, stellte die deutsche Wiedervereinigung das zentrale Ziel dar. In Ulbricht und Adenauer sah er zwei Gegner, da sie jeweils den Aufbau ihres separaten Teilstaats anstrebten und die Spaltung noch forcierten. Beide mussten also weg, Adenauer durch einen Sieg der SPD bei der Bundestagswahl …